10
Nov
2006

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Die Last, ein Schriftsteller zu sein...

sdb68566"Die Schriftstellerei ist,
je nachdem man sie treibt,
eine Infamie,buch2
eine Ausschweifung,
eine Tagelöhnerei,
ein Handwerk,
eine Kunst,
eine Tugend."
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cinderella (anonym) - 11. Nov, 08:36

Das klingt überzeugend.

Lieben Gruß zum WOchenende
von cinderella

buchfinders ausnahme - 12. Nov, 15:31

Liebe Cinderella,

August Wilhelm Schlegel
(seit 1815: von Schlegel)
Geboren am 8.9.1767 in Hannover; gestorben am 12.5.1845 in Bonn.

.... von dem stammt oben genannte das Zitat...

Nach Theologie- und Philosophiestudium in Göttingen und einem vierjährigen Aufenthalt als Hauslehrer in Amsterdam kam der Sohn eines Generalsuperintendenten nach Jena, wo er 1798 Philosophieprofessor wurde. 1798-1800 gab er zusammen mit seinem Bruder Friedrich Schlegel die Zeitschrift "Athenaeum" heraus, wirkte auch an Schillers "Horen" und "Musenalmanach" mit. 1801 ging er nach Berlin, wo er eine Reihe von Vorlesungen hielt, die die Geschichte der klassischen und der romantischen Literatur behandelten. 1804 verließ er Berlin in der Gesellschaft Madame de Staëls und verbrachte die nächsten 14 Jahre auf deren Landsitz zu Coppet oder auf Reisen.

Nach Madame de Staëls Tod folgte er 1818 einem Ruf auf den Lehrstuhl für Literatur und Kunstgeschichte in Bonn und spielte eine wichtige Rolle bei der Begründung der Romanistik und der indischen Philologie in Deutschland. Als Übersetzer machte er sich um die italienische, spanische und portugiesische Literatur verdient; seine Hauptleistung ist aber die Übersetzung von 17 der Stücke Shakespeares.

Obwohl der Mann sicher mehr drauf hatte als wir alle zusammen, hat er das geschrieben, was heute noch für die meisten Schriftsteller gilt. Leider.
Aber so ist nun mal das Leben!
Gruß Buchfinder
cinderella - 12. Nov, 18:36

Warum leider? Das klingt ja negativ. Ist es doch gar nicht. Ich meine, dass kann auf alle Berufe (Bereiche) angewandt werden.

Das schriftstellern bildende Kunst ist hätte er auch erwähnen können.
So jedenfalls werte ich die Schriftstellerei. Und es ist harte Arbeit.

Er wollte wohl nur aufzeigen, dass man aus den verschiedensten Gründen schriftstellern kann. (Hat er doch Studenten beobachtet)

Einen schönen restlichen Sonntag wünsche ich dir
buchfinders ausnahme - 16. Nov, 06:24

Liebe Cinderella,

Das "Leider" bezieht sich auf die Einkommensitiation, nicht auf das, was Schlegel sonst noch geschrieben hat.
Gruß...
Buchfinder
cinderella - 16. Nov, 19:12

ach so. Das habe ich nicht richtig verstanden!

Einen schönen Abend wünsche ich dir!
cinderella
Mondreiter - 26. Nov, 23:10

Für meine Begriffe....

.....hast du eines vergessen oder nicht erwähnt, was Schriftstellerei auch ist - sicher nicht selten ist: Nämlich ein anhaltendes, inneres Feuerwerk. Grellbunt-schön und ganz ohne das üblicherweise begleitende Krachen. Oder irre ich hier? :-))

buchfinders ausnahme - 27. Nov, 14:18

Na ja, Mondreiter...

ich denke, das kann es sicher auch sein - zumindest, wenn es nicht kracht, denn: Allzu oft kracht es und es kommt von irgendeinem Verlag eine Absage; dann bist du im Himmel gewesen, weil du es feriggebracht hast, das lausige Manuskript über die Runden zu bringen und fertigzuschreiben, hast ein, zwei - manchmal drei Jahre daran gearbeitet, gefeilt, die Handlung verworfen und neu erfunden, die Charaktere haben sich verselbstständigt und die Handlung abermals in eine neue Richtung gerieben usw.
Aber wenn man dann einen Verlag tatsächlich begeistern konnte, dann ist es sicher ein anhaltendes, inneres Feuerwerk. Grellbunt-schön und ganz ohne das üblicherweise begleitende Krachen.
Da gebe ich dir recht.
Gruß gen Niedersachsen...
Buchfinder
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